
Cú Chulainn
Kriegerheld / Sturmkrieger Keltisch / Indoeuropäisch (irisch, Ulster-Zyklus)Cú Chulainn ist der Kriegerheld des Ulster-Zyklus, die meistbesungene Gestalt des mittelalterlichen irischen Epos. Geboren aus Deichtine und dem Gott Lugh, zunächst Sétanta genannt, wurde er im Alter von sechs Jahren zu Cú Chulainn, als er den Hund des Schmieds Culann tötete und anbot, seinen Platz einzunehmen. Sein Kampfrausch, der *ríastrad*, verdreht seinen Körper in der eigenen Haut: Ein Auge zieht sich tief in den Schädel zurück, das andere quillt hervor, und das *lón láith*, der Ausbruch des Heldenlichts, lodert aus seinem Scheitel. Er trägt den Gáe Bolg, den Widerhakenspeer, der sich erst im Körper öffnet und jedes Gelenk füllt, von Scáthach in Alba gelehrt und keinem anderen Krieger gegeben. Seine Verwundbarkeit ist nicht anatomisch, sondern vertraglich. Er trägt zwei Tabus: Er darf keine Speise ablehnen, die ihm eine Frau anbietet, und er darf kein Hundefleisch essen. Die Morrígan, in dreifacher Gestalt als drei alte Frauen, brät einen Hund am Wegesrand und bietet ihm das Fleisch an. Lehnt er ab, bricht er das eine geis; isst er, bricht er das andere. So oder so muss er sterben. Er bindet sich in Mag Murthemne an einen aufrechten Stein, um im Stehen zu sterben. Ein Rabe, die Morrígan, landet auf seiner Schulter. Erst dann wagen sich seine Feinde heran. Der indoeuropäische Kriegerverwandte des kaukasischen Soslan, des kaukasischen Batraz und des griechischen Achilleus, bewahrt in irischer Handschriftenprosa des 8. bis 12. Jahrhunderts.
























































































































































































































































































































































































































